Tischlerplatte Birke
klassische Tischlerplatte mit Deckfurnier
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Als Tischlerplatte sind die verschiedensten Furnieroberflächen erhältlich. Je nach Verwendungszweck legt man Wert auf ein schönes Furnierbild mit einer gleichmäßigen Wiederholung der Holzmaserung oder als rein technische Platte die z.B. gestrichen wird auf ein eher günstigeres Deckmaterial.

Bei unserem Beispiel hier handelt es sich um eine Birke-Tischlerplatte, ein günstigeres Material für das Innenleben von Möbeln. Der innere Aufbau ist aber immer gleich. Wie im obigen Bild erkennbar, werden dünne Fichtelättchen zu einer Platte verleimt, dann beidseitig ein sogenanntes Absperrfurnier aufgeleimt. Dieses Furnier soll zunächst einmal verhindern, daß die Platte sich zu sehr verwirft. Es wird in der Regel um 90 Grad versetzt zur Faserrichtung der Fichtestreifen aufgeleimt. Anschließend wird wiederum 90 Grad versetzt ein Deckfurnier in der jeweiligen Holzart aufgeleimt. Jetzt verlaufen die Stäbchen innen und das Furnier aussen in derselben Richtung
Die Tischlerplatte hat Ihren Namen noch aus den Zeiten als die Materialien noch teurer als die Lohnkosten waren. Der Tischler hat diese Platten aus den Resten der Produktion hergestellt.
Birke-Multiplex
Der Klassiker unter den Multiplexplatten
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Die Bezeichnung "Multiplex" bezieht sich nicht auf das verwendete Material, sondern auf die Art von Platte. Die Multiplex gehört zu den Sperrholzplatten, die sich in ihrem Aufbau von Tischlerplatten völlig unterscheiden. Eine Sperrholzplatte wird aus verschiedenen Schichten eines dicken Furniers hergestellt. Eine immer ungerade Anzahl von Lagen (die erste Lage in der Mitte und dann nach außen jeweils auf beiden Seiten weitergehend) Birkefurnier, die jeweils kreuzweise übereinander gelegt werden, ergibt dann die komplette Platte. Multiplexplatten werden bis zu Stärken von über 50 mm hergestellt. Im Möbelbau werden sie erst seit den 80er Jahren verwendet - ursprünglich waren es rein technische Platten für Werkbänke oder mit Beschichtungen im Siebdruck und LKW-Bau.

Hier sieht man gut die vielen Lagen aus denen die Platte besteht. Dieser Schnitt zeigt 21 Lagen bei einer Stärke von 22 mm. Der hohe Aufwand in der Herstellung hat allerdings auch seinen Preis.
Sperrholz Buche
Sperrholz mit Pappelinnenlage und Buchedeckfurnier
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Sperrhölzer sind mit vielen Deckfurnieren erhältlich, meistens werden sie als Rückwände verarbeitet
An diesem Beispiel sieht man einen Effekt der auf alle Holzarten, zutrifft:
Das Furnier sieht immer völig anders aus als das entsprechende Massivholz.
Auch hier zeigt das Buchefurnier eine völlig gleichmäßige Sruktur, über die Gesamtfläche wirkt es homogen und ruhig.
Beim Verleimen von Bucheriegeln im Massivholzbereich entsteht eine deutlich lebhaftere und damit auch unruhigere Optik.
3-Schichtplatte Fichte
eine Mischung aus Sperrholz und Leimholz
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Als Platte, die man durchaus als Massivholz betrachten kann, ist auch die 3-Schicht-Platte auf dem Markt. Vergleichbar dem dünnsten Sperrholz mit drei Lagen werden hier 3 Schichten dickeren Holzes 90 Grad versetzt aufeinander geleimt.

Hier sieht man die 3 Lagen aus denen die Platte besteht. Die Dicken dieser Platten sind in der Regel 18 - 22 mm. Erhältlich ist diese Platte allerdings nur in den meistverarbeiteten Holzarten, bei unserem Beispiel hier ist es die Fichte.
keilgezinkte Leimholzplatte Ahorn
Halbfertigprodukt aus industrieller Produktion
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Eine richtige Massivholzplatte ist die keilgezinkte Platte, die es in den üblichsten Holzarten gibt.
Die Lamellen, also die einzelnen Streifen aus denen eine Platte verleimt wird, sind nicht nur in der Breite aneinandergesetzt, sondern auch in der Länge. Das ergibt ein lebendiges, teilweise recht wildes Bild, vergleichbar mit einem Schiffsbodenparkett. Durch die Verwendung von kleinen Teilen unterschiedlicher Färbung ist der Verschnitt bei der Herstellung sehr gering und die Platte deutlich günstiger als durchgehend verleimt.
Keilgezinkte Platten sind im Massivholmöbelbau oft zu finden, speziell für Böden und Korpi.
keilgezinkte Leimholzplatte Buche
Halbfertigprodukt aus industrieller Produktion
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Hier eine Bucheplatte aus keilgezinkten Lamellen.
Noch stärker als bei der Ahornplatte fallen hier die Farbunterschiede auf, die der Platte ein recht wildes, technisches Aussehen geben.
keilgezinkte Leimholzplatte Birke
Halbfertigprodukt aus industrieller Produktion
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Als drittes Beispiel für eine keilgezinkte Platte hier die Birke. Dieses Muster ist geölt was eine sehr lebhafte Schattierung zur Folge hat. Speziell die Birke hat als keilgezinkte Platte eine sehr technische Anmutung, was aber durchaus seinen Reiz hat.
Man kann an diesem Beispiel sehr gut sehen wie stark die Öloberfläche das Holz "anfeuert". Eine Lackierung ist etwas homogener und wirft nicht so viele Schatten. Der Wechsel von Hell und Dunkel auf der Oberfläche ist auch abhängig vom Lichteinfall, die geölte Oberfläche der Birke schillert bei etwas.
OSB-Platte
Die Grobspanplatte (Oriented Strand Board)
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Aus den Rundholzstämmen werden durch Messer längliche Späne von ca. 100mm Länge herausgeschnitten und dann in einem speziellen Verfahren richtungsorientiert gestreut. So entstehen drei Schichten, in denen die Späne um jeweils 90 Grad versetzt ausgerichtet sind.
Durch diese Ausrichtung sind die Platten deutlich biegestabiler als die "normalen" Spanplatten. Zudem entsteht die typische Optik der groben Holzspäne, wodurch diese Platte auch in den Bereich des Innenausbaus vorgedrungen ist.
Seit einigen Jahren sind auch bunt eingefärbte und versiegelte Platten für den Fußbodenbereich im Handel.
