Massivholz


...wie es der Schreiner verarbeitet

Vielen Kunden ist eigentlich gar nicht so bewußt, daß der Schreiner tatsächlich aufgetrennte Bäume kauft. Einige der wenigen Berufe, in denen noch mit Primärmaterialien gearbeitet wird

...oder haben Sie Ihren Automechaniker schon einmal einen Klumpen Eisen formen sehen??


 

Ahorn


Laubholz aus der Familie der Aceraceae

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In Europa wachsen 13 verschiedene Arten, die bekanntesten sind Berg- Spitz- und Feldahorn. Ahorne kann man auf dem ganzen Kontinent bis hin nach Kleinasien finden. Außer den europäischen Arten, die meistens ohne Unterscheidung als "europäischer Ahorn" bei uns auf den Markt kommen, sind auch nordamerikanische Familienmitglieder wie z.B. das Hard Maple erhältlich.

Ahorn ist von der Grundfarbe weißlich/gelblich und hat eine feine Struktur die von der Musterung der Buche ähnelt. In den letzten Jahren sind die Preise für Ahorn überdurchschnittlich gestiegen, da bei der großen Nachfrage nach hellen Fußböden eine große Menge in der Parkettindustrie verarbeitet wird. Der teilweise fast elfenbeinfarbene Farbton verliert sich unter dem Einfluß von UV-Strahlung; bei europäischem Ahorn nähert sich der Farbton einem hellen Honig, amerikanische Sorten patinieren eher in Richtung grau/rosa.

Das Holz ist sehr geeignet für Möbel, Fußböden und Treppen. Es verzieht sich nur mäßig und hat für den Fußbodenbereich akzeptable Festigkeits- und Abriebswerte.

Hier noch ein Blick in das Laub eines Feldahorn.


 

Birke

Laubholz aus der Familie der Betulaceae

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50 verschiedene Birkenarten gibt es in Europa, Asien und Nordamerika. Hauptlieferant in Europa ist Finnland wo die Rinde der Birke traditionell zum Eindecken der Dächer verwendet wurde.

Birke ist das zweite "helle" Holz in Europa und hat wie der Ahorn Einzug in die Parkettverarbeitung gefunden. Frisch verarbeitet ist es etwas dunkler, ein wenig grauer als der Ahorn, nimmt jedoch im Laufe der Jahre keine gelbstichige Färbung an. Die Birke vergraut, wird jedoch eher heller bleiben als ein Ahorn, der sehr viel Licht ausgesetzt wird.

Im Möbelbau hat die Birke eine kleine Bedeutung bei industriell verleimten Platten, welche recht gut zu Massivholzmöbeln verarbeitet werden können, gefunden. Im Treppenbau ist die Birke weniger beliebt; durch die relativ dünnen Stämme können kaum hochwertige Bohlen daraus hergestellt werden.

Hier noch eine Aufnahme eines Birkenwaldes in Japan.


 

Buche

Laubholz aus der Familie der Fagaceae

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Die Buche ist einer der meistverbreitesten Bäume in unserer Region. Sie wächst ausschließlich in der nördlichen Hemisphäre und dort hauptsächlich in Europa zwischen 40 und 60 Grad nördlicher Breite. Hier sei noch auf einen weitverbreiteten Irrtum hingewiesen: Die sogenannte Rotbuche ist keine separate Art, sondern einfach die gemeine Buche. Der rötliche Farbton des Holzes entsteht erst nach dem "Dämpfen" der geschnittenen Stämme. Um dem Holz die ungünstigen Eigenschaften des Verwerfens etwas zu nehmen, wird es einen längeren Zeitraum hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgesetzt. Dieser Vorgang verändert die Eigenschaften der Holzfasern, jedoch reagieren die Inhaltsstoffe auf diesen Vorgang mit einer Farbveränderung ins Rötliche. Die helle Buche, die bei Stühlen, Hockern oder Polstermöbelkleinteilen verwendet wird ist ungedämpft und hat die eigentliche, gelbliche Farbe des Buchenholzes.

Der dafür oft verwendete Name "Weißbuche" bezeichnet aber einen anderen Baum, die Hainbuche, welche aber ein Birkengewächs ist. Hainbuchen sind meistens die Pflanzen bei Hecken, die aus Laubhölzern angelegt werden.
Ebenso ein Irrtum ist die Annahme, die Buchen mit den roten Blättern seien Rotbuchen. Die Blutbuche (Fagus sylvatica f. purpurea), so genannt wegen ihrer rötlichen Blätter, ist eine Mutation der Rotbuche. Die Rotfärbung ist auf das Fehlen eines Enzyms zurückzuführen, das die normalerweise nur in der Epidermis junger Blätter vorkommenden Anthocyane abbaut.

Buche hat eine sehr feine Struktur und kleinste Poren was zu einer geschlossenen glatten Oberfläche führt. Durch die zurückhaltende Maserung, die dem Ahorn ähnelt, erhält man bei großen Flächen eine eher schlichte Optik. Wie erwähnt ist der anfängliche Farbton rötlich/braun, jedoch verliert sich dieser Ton unter Einfluß von UV mit der Zeit. Buche gehört zu den wenigen Hölzern die im Laufe der Zeit nicht nachdunkeln.

Durch seine guten Werte im Bereich von Härte und Druckfestigkeit eignet sich die Buche sowohl für Möbel als auch für Treppen und Fußböden, ist also ein recht universal einzusetzender Werkstoff


 

rotkernige Buche

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Eine Variation der Buche - jedoch nicht im Material, sondern in der Holzauswahl. Durch den immer weiter steigenden Schadstoffeintrag in die Umwelt reagieren mehr Buchen als früher mit einer Verfärbung des Kernbereichs. Dunkle Schlieren durchziehen den Stamm in dunkelbraunen oder schwärzlicher Farbe. Während dies früher als Holzfehler betrachtet wurde, wird diese optische Eigenart immer mehr als gestalterisches Detail verwendet. Das Holz wirkt deutlich "wilder" und wird deswegen u.a. als Buche "naturbunt" vertrieben. Auf die Belastbarkeit und Haltbarkeit hat die Verfärbung keinerlei Einfluss; es handelt sich um eine rein optische Frage.

Am frisch gefällten Baum sieht das übrigens so aus!!

 


 

Eiche

Laubholz aus der Familie der Fagaceae (wie die Buche)

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Verteilt über die ganze nördliche Halbkugel wachsen ca 200 verschieden Arten, jedoch werden nur wenige in der Holzverarbeitung verwendet. Außer den heimischen Arten sind bei uns auch amerikanische und japanische Sorten erhältlich.

Eiche wird seit jeher als hochwertiger Werkstoff geschätzt. Sie ist etwas aus der Mode gekommen da durch die 60er und 70er Jahre der Ruf aufgekommen ist, daß Eiche ein "schweres" und dunkles Holz ist. In diesen zwei Jahrzehnten wurde die Eiche in der Regel dunkel gebeizt, und diese Image ist anscheinend geblieben. Eiche ist vom Helligkeitsgrad nicht dunkler als die Buche, hat lediglich einen anderen Farbton. Je nach Wuchsgebiet ist der Grundfarbton ein dunkles Honiggelb mit grünlichen Anteilen (z.B. Spessart) bis hin zu richtig braun/grüner Färbung (z.B. Pfalz). Durch die starken Poren und die auffallenden Markstrahlen ist die Musterung der Eiche lebhaft und intensiv.

Gute Standeigenschaften und Ihre berühmte Härte machen die Eiche zu einem Holz das für nahezu alle Zwecke verwendet werden kann.

Hier noch eine Aufnahme von Früchten und Blättern einer Eiche.


 

Eiche geräuchert

eine spezielle Behandlung des Schnittholzes

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Durch den momentanen Trend zu dunklen Hölzern haben einige Holzhändler damit begonnen auch geräucherte Eiche anzubieten

Das Prinzip des Räucherns ist schon immer bekannt, und wird verwendet um den Effekt einer sehr alten Eiche zu erzeugen. Auf das Holz wird Salmiakgeist aufgetragen, welches mit dem Tannin, dem Gerbstoff der Eiche, reagiert. Die dunkle Verfärbung ist im Gegensatz zu einer Beize kein Auftrag von Farbpigmenten, sondern eine chemische Reaktion bis in die Tiefen der Holzfasern.

Beim Räuchern des kompletten Stammes ist das gesamte Holz durch seine Materialstärke gleichmäßig dunkel gefärbt. Diese Alternative zu Tropenhölzern hat allerdings auch ihrenPreis.


 

Erle

Laubbaum aus der Familie der Betulaceae (also eine Verwandte der Birke)

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Die verschiedenen Erlenarten finden sich in Europa, aber auch in Nordamerika und Sibirien. Durch die zunehmende Nachfrage in der Möbelverarbeitung sind auch vermehrt Importhölzer auf dem Markt.
Erlenholz findet bei uns erst seit jünger Zeit Verwendung in der Holzverarbeitung. Es ist zwar durch seine außerordentlich geringe Tendenz zum Verwerfen und Verbiegen gut geeignet zum Möbelbau, wurde jedoch wegen seiner Weichheit fast nie verwendet. Es ist kein Problem mit einem Fingernagel eine deutlich sichtbare Riefe in der Erle zu hinterlassen.

Das Fehlen von einem deutlich erkennbaren Unterschied zwischen den Jahresringen von Sommer und Winter, sowie dem Fehlen von groben Poren machen das Holz in der Fläche sehr homogen. Eine Menge kleiner Einschlüsse ergeben zwar Struktur aber keine wirklich erkennbare Holzmaserung. Der Farbton der Erle ist ein rötliches Braun; die Stärke des Rottons ist allerdings unterschiedlich.

Zum Möbelbau kann die Erle eingesetzt werden, für Gebiete bei denen eine gewisse Strapazierfähigkeit gewünscht wird ist sie jedoch nicht geeignet.


 

Esche

Laubbaum aus der Familie der Oleaceae (der Ölbaumgewächse)

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Ungefähr 65 Arten der Esche sind auf der nördlichen Halbkugel verbreitet, von denen die meisten in der gemäßgten Zone vorkommen. Die gemeine Esche ist der Baum, der in Mitteleuropa zu Schnittholz verarbeitet wird.

Es ist ein grobporiges Holz mit langen Fasern. Von der Farbe kann es sehr hell - fast elfenbein sein - ist aber im Kern (im Zentrum des Stammes) in der Regel grün-braun verfärbt. Ab einem gewissen Alter setzt bei den Bäumen diese Verfärbung ein, die Optik wird umgangssprachlich dann Olivesche genannt. Wird die Esche gebeizt, hat sie eine gewisse Ähnlichkeit mit der Eiche, die eine vergleichbare Porenstruktur aufweist.

Die klassische Verwendung ist seit altersher jede Art von Werkzeugen und Waffen. Durch seine langen Fasern hat dieses Holz eine enorme Elastizität und wird noch heute für Spatenstiele, Hammerstiele oder Baseballschläger verwendet. Früher wurden auch Bögen und verwandte Waffen daraus gefertigt. Heute hat die Esche auch Einzug in den Möbelbau gefunden und hat dort als dekoratives Holz seinen Platz. Auch Treppen und Fußböden aus Esche sind ein Bereich, wo man die Esche als Material finden kann.


 

Fichte

Nadelbaum aus der Familie Pinaceae

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Um gleich auf die alte Frage zu kommen inwieweit sich Fichten und Tannen unterscheiden: Bei uns werden in der Regel beide Hölzer ohne Unterscheidung als Fichte/Tanne verkauft. Lediglich einige Holzhändler unterscheiden noch die beiden Hölzer. Für den Laien ist der Unterschied beim verarbeiteten Holz nicht zu erkennen, lediglich bei der Verarbeitung fällt bei der Tanne ein etwas "muffiger" Geruch auf.
Die Fichte ist sowohl in Europa als auch in Nordamerika und Asien beheimatet.

Die Fichte hat mit ihren vielen Ästen und dem deutlich sichtbaren Unterschied zwischen den einzelnen Jahresringen eine lebhafte und auffallende Optik. Von dem Grundfarbton, einem satten Honiggelb, zeichnen sich die dunkelbraunen Äste ab.

Früher nur als Bauholz für Decken, Dachstühle und einfache Fußböden verwendet, wird die Fichte ab und an für Möbel und Wandverkleidungen verwendet. Als sehr weiches Holz ist jedoch ihre Verwendung nicht für alle Bereiche möglich.


 

Kambala

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ist eine afrikanische Baumart des tropischen immergrünen und halbimmergrünen Regenwaldes sowie des Savannenwaldes, verbreitet südlich des Sahel von Senegal bis Uganda. Haupsächliche Vorkommen in Côte d'Ivoire (Iroko), Ghana (Odum), Nigeria und Kamerun (Kambala), Zentralafrika, beide Congos bis Uganda. Baum mit braunem sehr wertvollem und wetterfestem Nutzholz. Iroko ,(ein weiterer Handelsname), wird in wirtschaflich bedeutenden Mengen in Afrika genutzt (ca 50.000m³ Rundholz pro Jahr) und wird überwiegend in Ghana, Elfenbeinküste und Kamerun zu Schnittholz, Hobelware und Möbelteilen verarbeitet. Iroko wird aus diesen Ländern in wirtschaftlich bedeutsamen Mengen exportiert. Das Holz ist ungewöhnlich wetterfest und sehr dekorativ .

Es wird überwiegend für Parkett, Bauelemente (Fenster+Türen) sowie Möbel + Gartenmöbel eingesetzt. Erwähnt werden sollte aber auch, daß immer noch eine nicht unerhebliche Menge dieses Holzes aus teilweise illegalem und bedenklichem Raubbau stammt. Es ist bei Kambala nahezu unmöglich Holz aus einem "zertifizierten Anbau" zu erwerben. Trotz allem erfreut sich dieses Material einer wieder zunehmenden Beliebtheit.

Als frisch verarbeitetes Holz ist es recht hell, in manchen Bereichen des Stammes fast gelblich, verfärbt sich aber unter Lichteinfluß überraschend schnell in einen warmen wunderschönen dunklen rot-braunen Farbton. <

Durch seine hervorragenden Festigkeitswerte und der sehr geringen Neigung zum Verwerfen findet Kambala Verwendung in jedem Bereich des Innenausbaus.


 

Kiefer

Nadelbaum aus der Familie der Pinaceae

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Mit 94 verschiedenen Kiefern, verteilt über den ganzen Globus, (einige wenige wachsen auch in den Tropen), ist sie eines der am weitesten verbreiteten Nadelhölzer. Hier soll nur die Gemeine Kiefer erwähnt werden, denn die diversen Kiefern haben teilweise ein sehr unterschiedliches Aussehen.

Die Kiefer war in den 70er Jahren ein sehr beliebtes Möbelbauholz hat aber aufgrund ihrer "rustikalen" Optik an Bedeutung verloren, lediglich im Alpenraum wird die Kiefer im Innenausbau immer noch gerne verwendet. Der Unterschied zwischen den Jahresringen ist sehr auffällig und zudem wird der Kernbereich im Laufe der Zeit dunkelrot/braun. In der Fläche, z.B. bei Türenfronten ergibt sich ein sehr lebhaftes Bild.

Von ihren Eigenschaften ist die Kiefer ein hervorragender Werkstoff für Möbel. Ihre zwar geringe Härte ist immer noch ausreichend für Fußböden in nicht ganz so oft frequentierten Räumen oder Nebentreppen.


 

Lärche

Nadelbaum der Familie Pinaceae

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Die 10 verschiedenen Arten von Lärchen waren von jeher Gebirgsbäume der nördlichen Hemisphäre werden aber seit ungefähr 400 Jahren wegen Ihres schönen Holzes auch als Flachlandbäume angepflanzt. Sie sind, wie wohl alle wissen, unsere einzigen Nadelbäume die im Herbst Ihre Nadeln abwerfen.

Sie ähneln von ihrer Jahresringstruktur zwar den Kiefern, haben jedoch keine Farbunterschiede zwischen Kern- und Splintholz. Über die gesamte Breite hat die Lärche einen angenehmen warmen goldgelben Farbton. Wie die meisten Hölzer wird sie mit der Zeit dunkler und bekommt mit den Jahren einen eher cognacfarbenen Grundton.

Wie die Kiefer ist zu fast allem zu verwenden; durch Ihre Eigenschaft als "härtstes" Nadelholz kann man alle Arten von Möbeln, jedoch auch Fußböden und Treppen daraus herstellen.

 


 

Kirschbaum

Laubbaum der Familie Rosaceae

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Von der Kirsche gibt es ca 200 Arten in den gemässigten Breiten, nicht wenige werden als Obstbäume oder Zierbäume verwendet. Das Kirschbaumholz aus dem Möbel hergestellt werden, kommt jedoch nicht, wie Viele eventuell glauben, von Obstwiesen, sondern wird im Mischwald zielstrebig angebaut. Erst dort werden die Kirschbäume lang und hoch, um verwendbares Rohmaterial zu produzieren. Wegen Ihrer Größe werden auch amerikanische Kirschbäume (black cherry) nach Europa importiert.

Kirschholz wird geschätzt wegen der zarten Maserung und der warmen Holzfärbung. Während die "frische" Kirsche noch relativ hell ist, fast wie eine Erle, erreicht sie nach Jahren die Farbe eines alten Cognacs. Beim europäischen Kirschbaum haben wir dazu noch verwischte Schlieren von Rot und Grüntönen, die sich im Hintergrund durch das Holz ziehen.

Alles in Allem ein wunderschönes Möbelbauholz das auch schon seit Jahrhunderten dafür verwendet wird.

 


 

Nussbaum

Ein Laubbaum der Familie Juglandaceae

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Walnußgewächse gibt es praktisch, mit Ausnahme von Afrika und Australien, über den ganzen Globus verteilt. Das Vorkommen des europäischen Nußbaums zieht sich vom wärmeren Mitteleuropa bis in die Mittelmeerländer. Auch hier stammt das verwendete Nußbaumholz aus dem Anbau in Mischwäldern. Im Gegensatz zu der im allgemeinen verbreiteten Ansicht ist die Walnuss im botanischen Sinn keine Nuss, sondern eine Steinfrucht, bei der lediglich die innere Fruchtwand verholzt ist. Die in Deutschland am weitesten verbreitete Art ist der "Persische Walnussbaum" der bis zu 25 m Höhe erreichen kann und einen relativ kurzen Stamm besitzt. Als junger Baum ist das Holz kaum zu verwenden, aber im Laufe des Alters wird es zäher, elastischer und härter. Das Holz wird im Kernbereich dunkelbraun und zeigt eine auffallende, fast schwarz-braune Marmorierung.Verwendung findet dieses Material seit jeher im Möbelbau, sowohl als Massivholz als auch in Form von Furnier.


 

Rüster

Ein Laubbaum aus der Familie der Ulmaceae

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Der lateinische Name lässt es bereits vermuten - es handelt sich um die Ulme. Sobald der Baum gefällt ist und das Holz auf den Markt kommt, heißt das Holz "Rüster". Ulmen sind über ganz Europa verbreitet, von Spanien bis Südosteuropa und von Groß-Britannien bis hin zum Ural. Obwohl sie im Tiefland in Auen vorkommt kann man sie auch bis über 1000 Meter Höhe antreffen.

Seit Anfang des letzten Jahrhunderts ist die Ulme bei uns stark gefährdet, in manchen Gegenden nahezu ausgestorben. Durch eine aus Ostasien eingeschleppte Pilzerkrankung, die vom Ulmensplintkäfer übertragen wird, sind in den Tieflagen die Bäume kaum noch anzutreffen.

Das Holz ist im Möbelbau sehr dekorativ, hat durch seine Poren eine lebendige Maserung und einen schönen, warmen, braun bis rötlichbraunen Farbton.


 

Wenge

Millettia laurentii

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Ein von Kamerun bis Zaire verbreiteter Laubbaum. Er wird bis 20 Meter hoch und ist damit ein für afrikanische Verhältnisse ein eher kleiner Baum. In den 70er Jahren war Wenge sehr beliebt für Haustüren und Treppenstufen, da das Holz extrem fest (auch schwer) und witterungsbeständig ist. Mit dem Trend zu dunklen Hölzern taucht auch Wenge wieder in der Materialpalette der Tischler auf.

Es ist ein äußerst dekoratives Holz, welches eine dunkelbraune, fast schwarze Farbe annimmt.

Als Tropenholz bleibt natürlich die Frage, inwieweit die Vermarktung auf dem ausserafrikanischen Markt den Wäldern, in denen Wenge eingeschlagen wird, Schaden zufügt.