Die Renovierung und Sanierung einer Treppe kann in einigen Fällen sogar sehr sinnvoll sein.
Angenommen Sie wohnen in einem älteren Haus und die damals eingebaute Treppe ist eine kleine Perle der damaligen Epoche. Da kann es sich um eine Treppe aus der Gründerzeit mit ihrem ganzen Schnitzwerk handeln, aber auch um ein handwerkliches "Kleinod" aus den 50ern (das gibt es !!). Sobald die Treppe noch in ihrer Substanz erhalten ist, die Verbindungen noch halten und der Handlauf noch vorhanden ist (wenn die Treppe knarrt ist es kein Problem) kann man sich über Renovierung Gedanken machen.
Man muss hier zwischen der reinen Öberflächenrenovierung und dem Renovieren von eklatanten Schäden am Material unterscheiden.
Das Entfernen der alten Lackschichten kann ausserordentlich mühsam sein, und muss - das wird zumeist unterschätzt - bis zu einem wirklichen Feinschliff führen, um hinterher ein akzeptables Ergebnis zu erhalten. Das ordentliche Abschleifen einer Treppe ist nicht in ein, zwei Tagen erledigt. Zudem ist auch die Frage welche Art von Lack momentan auf der Treppe ist. Es gibt recht spröde Lacke, die sich gut abschleifen lassen, aber alte Leinöllacke z.B. muss man größtenteils abziehen, da sie das Schleifmaterial zusetzten.
Ausleimen von Stufen, um ausgetretene Bereiche auf ihr altes Maß zurückzubringen, lohnt sich nur wenn es sich um ein Objekt handelt, das seiner Ausführung oder des Stils wegen erhalten werden soll. Es ist eine Reparatur die sichtbar bleibt - man sollte vielleicht sogar die Reparatur als solche nicht verstecken - sondern als Renovierungsmaßnahme es auch zeigen.
..nur eines noch zum Schluß: die Treppe nicht mit Laminat einpacken lassen, das sieht wirklich furchterregend aus!! Legen sie ein paar Euro drauf und dann haben sie eine neue Treppe - zwar aus industrieller Produktion - aber eine richtige neue Treppe!
